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Am letzten Wochenende des Schuljahres 2017/18 stand die Endrunde der Sachsenmeisterschaften für die U12-Mannschaften an. Für das Finale der besten sechs hatte sich auch unser Team qualifiziert. Also ging es bereits am Freitag-Abend ins erzgebirgische Schneeberg. Nachdem unsere Mannschaft aus der Vorrunde gegen den SV Dresden-Leuben eine 1,5:2,5-Niederlage im Gepäck hatte und noch starke Gegner warteten, zählten wir nicht unbedingt zu den Medaillenkandidaten. Am Ende wurde es Platz 4, der sich nach der Ausgangslage auch nicht als undankbar anfühlte, denn unsere Jungs lieferten teilweise ordentliche Partien, vergaßen es aber einige Male, bessere Stellungen in etwas zählbares umzuwandeln. Aber der Reihe nach.

001Zunächst stand das Stadtderby gegen die SG Leipzig an. Florian spielte das Königsgambit des Gegners leider ebenso ungenau wie dieser selbst. Dabei besaß er die Chance, die Stellung zwischenzeitlich mit einem Mehrbauern zu seinen Gunsten angenehm zu entspannen. Doch er schätzte die Stellung falsch ein und geriet unhaltbar unter Druck und schließlich ins Mattnetz. Luca E. kam aus der Eröffnung zunächst solide heraus. Mit seiner Spielgeschwindigkeit steigerte er auch seine Fehlerquote und übersah dann zwei entscheidende taktische Schläge und verlor ebenso.
Fabio machte es sehr spannend, opferte er zunächst aussichtsreich ein Figur. Doch verlangte die Stellung ein genaueres Spiel, als Fabio ablieferte. So ging nach einer Abtauschkombination eine zweite Figur verloren, obgleich der gegnerische König immer noch angreifbar war. Mit gegnerischer Hilfe bot sich tatsächlich noch einmal die Chance, die Fabio dann aber sicher ergriff, um ausreichend "große Klötzer" zurückzugewinnen. Eine feine Partie lieferte Maximilian. In geschlossener Stellung hatte er ein schickes Qualitätsopfer ausgepackt und drang mit beiden Läufern stark in die geschwächte gegnerische Stellung ein. Am Ende bekam er einen ganzen Turm zurück und fand auch die Kombination zum sicheren Matt. Das 2:2 schien etwas glücklich, allerdings hielten sich gute Züge wie auch die Fehler bei beiden Teams die Waage, so dass das Unentschieden in Ordnung ging.

In der 2. Samstag-Runde wurde gewechselt. Marek und Luca C. ersetzten Luca E. und Maximilian, der nach seiner Klassenfahrtrückkehr am Donnerstag - wie auch Fabio - nicht 100% bei Kräften schien. Gegen den hoch gehandelten Favoriten, den USV TU Dresden, waren wir in der Außenseiterrolle, aber das liegt uns bekanntlich gut. Florian legte stark los und baute am Königsflügel einen tollen Angriff auf. Fabio überrannte den DWZ-stärkeren Gegner in der Eröffnung, obwohl er zweimal die besten Züge ausließ. Als er sich alles zurechtgestellt hatte, sah er den gewinnbringenden Einschlag auf f2 nicht und willigte respektvoll in das Remis-Angebot des vermeintlich stärkeren Gegners ein.
Luca C. spielte die Eröffnung zwar nicht optimal und hatte seine eigene Interpretation, wie man gegen Sizilianisch spielen kann, doch der Gegner war wenig flexibel, spulte sein auswendig gelerntes Repertoire ab, doch das passte nicht zur weißen Stellung. So standen Lucas Figuren plötzlich super und er kam zum Bauerngewinn, der im verbliebenen Turmendspiel mindestens einen halben Punkt sicherte, genau genommen aber den Sieg bedeutet hätte. Doch er ließ es unnötigerweise zu, dass der Gegner die einzig offene Linie besetzte und verhalf ihm danach auch noch zu einen Freibauern, der nicht mehr zu halten war. Unterdessen war auch bei Florian die Partie gekippt. Er führte seinen Angriff zu ungenau aus, geriet selbst unter Druck und verlor dann Bauern um Bauern. Somit stand es 0,5:2,5. Auch bei Marek sah es nicht danach aus, dass er für unsere Habenseite punktet. Er spielte sehr passiv und tauschte die Figuren so, dass der Gegner mit seinen Türmen freien Eintritt bekam. Zudem lief die Bedenkzeit davon. Vier Sekunden vor dem 40. Zug schaffte Marek dann die Zeitkontrolle und bestrafte dann auch noch das Eigentor des mitblitzenden Gegners, als er sich selbst den Turm abklemmte. Wenigstens am 4. Brett kam es so zu einem glücklichen Punkt gegen den USV.

Der Abend stand dann kam im Zeichen der Fußball-WM. An eine frühe Nachtruhe war bei WM-Spiel Deutschland-Schweden nicht zu denken. Finger kauen, aufgeregt hin und her hoppsen, den einen oder anderen Spieler anfeuern oder beschimpfen... Die Aufregung legte sich erst mit dem "KROOSen" Sonntagsschuss ins Glück und endete im Jubel.

Am nächsten Morgen folgte dann das Duell gegen Heidenau. Ausgeschlafen war wohl überhaupt kein Spieler. So entwickelte sich auch nicht wirklich eine hochklassige Partie. Maximilian baute sich sehr solide auf und nutzte sehr früh einen Fehler des Gegners für eine Mattkombination, die er konsequent zum 1:0 nutzte. Luca E. ließ sich dagegen die Dame fesseln und konnte das 1:1 nur noch hinauszögern. Florian ging nach Figurengewinn ins Endspiel, doch sein Gegner verteidigte sich nicht nur äußerst zäh. Er packte alle sportlichen Tricks aus, stellte sogar sehr sehenswert eine Pattfalle, die Florian zum Glück erkannte. Während er einige Anläufe brauchte, um schließlich den letzten Bauern zu verwandeln, tappte Marek im Endspiel in eine Springergabel mit gratis Turmverlust. So ging es das Match gegen Heidenau leistungsgerecht 2:2 aus.

In der Abschlussrunde sollten gegen Wilkau-Haßlau nochmals die Ärmel hochgekrempelt werden. Aber die Luft war raus. Luca C. übersah noch in der Eröffnungsphase einen Abzugsangriff, der einen Läufer kostete. Fabio kam wieder vorteilhaft raus, und baute zunächst positionell und später auch materiell die Stellung klar zu seinen Gunsten aus und ließ nichts mehr anbrennen. Luca E. stand riesig, hatte sogar eine Mehrfigur. Der rote Teppich zum Sieg war vom Gegner persönlich ausgerollt. Was dann passierte, ist nur mit massiver Nervosität Lucas zu erklären. So verlor er diese klare Gewinnstellung noch.
Florian hatte seiner starken Gegnerin nur bis zur Eröffnungsphase etwas entgegenzusetzen und übersah dann gleich zwei taktische Schläge hintereinander. Da war nichts zu holen. So stand es 1:2 und Luca C. der noch immer mit einer Figur weniger spielte, vergaß die 3-malige Stellungswiederholung zu reklamieren. Irgendwie schafft es sein Gegner dann doch noch, die Partie zu gewinnen. Dank Fabios Punkt konnte zumindest der 4. Platz gesichert werden.

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