Die für den Sommer 2026 angekündigte DWZ-Anpassung ist nun vollzogen. Demnach erhalten alle Spieler unter einer DWZ von 2110 eine Aufwertung. Weiterhin ist die Mindestzahl bei 1100 festgelegt, unter diese niemand mehr fallen kann. Neulinge werden künftig auch entsprechend eingestuft. Damit gewinnen vor allem Spieler mit vergleichsweise niedrigen DWZ - natürlich besonders im Nachwuchs - deutlich an Wertung hinzu. Die neuen Zahlen sind mit den ehemaligen nicht mehr vergleichbar.
Die Aufwertung hat ihre Ursache in einer ähnlichen Anpassung der internationalen FIDE-ELO-Wertung zu Jahresbeginn 2024. Damals wurde die ELO-Zahlen unter 2000 aufgewertet. Nun wurden die DWZ angepasst, wobei folgende Formel zur Anwendung kam:
- DWZ unter 1000: Neue DWZ = Alte DWZ + 400
- DWZ von 1000 bis 2109: Neue DWZ = 0,64 × Alte DWZ + 760
- DWZ ab 2110: Keine Veränderung (die Werte bleiben unverändert)
In Österreich gab es eine solche Aufwertung schon im Vorjahr. Dort wurde festgelegt, dass die niedrigste Wertung national sogar bei 1200 liegt. Vor allem im Nachwuchsbereich verzeichneten die Spieler deutliche Zugewinne, so dass auch Anfänger und (leicht) Fortgeschrittene in höhere Dimensionen gestiegen sind, die zuvor undenkbar waren.
Es wird einige Zeit brauchen, bis man die Wertungen genauer einschätzen kann. Es bleibt zu hoffen, dass diese Umrechnungen nicht zu viel Augenwischerei und (Selbst-)Überschätzung führt. Am tatsächlichen Spielniveau eines Jeden ändert es freilich nichts. Allerdings spricht das neue System dafür, dass zwischen bestimmten DWZ-Abständen (bspw. 150 DWZ) der tatsächliche Leistungsunterschied der Spieler größer wird.



