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Kaum haben die Ferien begonnen, so sind die ersten drei Wochen auch schon weder zu Ende - und damit auch unser diesjähriges Sommercamp im österreichischen Fürstenfeld. Vom 14. bis 21.07. ging es zum fünften Mal in die Steiermark in den Südosten unseres benachbarten Alpenlandes. 

Insgesamt waren acht aktuelle und ehemalige BSG-Spieler dabei, die sich wunderbar verstanden und eine prima Woche erlebten. Die Anreise war schon etwas beschwerlich, denn - mal wieder - war die Deutsche Bahn verlässlich unzuverlässig. Es begann schon am Leipziger Hauptbahnhof, als der bereits auf dem Gleis stehende Zug mit einer einstündigen Verspätung angekündigt wurde. Türen waren defekt und so ging es eben nicht pünktlich los. Zudem war die beiden Wagen mit all unseren reservierten Plätzen gar nicht angekoppelt. Der Zugführer meinte, "die fehlen schon lange" und meinte damit mehr als die 2 Wochen, als die Karten bei der DB bestellt wurden.
Irgendwann ging's dann mal los und natürlich verpassten wir den Anschlusszug, um pünktlich in Wien zu sein. Dort wartete der Thermelandbus nach Fürstenfeld auf uns. Zum Glück konnten wir die Zentrale erreichen. Der Fahrer hatte ein Einsehen und fuhr 45 Minuten später mit uns ab. Unterwegs gab's dann noch ein Unwetter mit Blitz, Donner, Hagel und überschwemmter Autobahn, was der Laune des Busfahrers nicht wirklich zuträglich war. Doch gegen 18:15 Uhr waren wir am Gasthof Fasch angekommen, wo man uns schon erwartete. 
Am Folgetag wurde ein wenig Schach gespielt und trainiert, dabei trafen wir auch persönlich unseren burgenländischen Online-Trainer Nico Marakovits. Adrian forderte den angehenden Internationalen Meister dann gleich mal im Duell und verlor sehr ehrenhaft knapp. Natürlich ging es - wie jeden Tag - auch ins städtische Schwimmbad, das mit Sprungturm, Rutschen, Animationen und tollem Imbiss keine Wünsche offenlässt. Die 15 Minuten Fußweg sind gern zurückgelegt. 
Dann begann Tags darauf auch schon das Turnier. Luise spielte in der A-Gruppe des 9. Internationalen Raiffeisen-Jugendturniers. Da geht es schon recht anspruchsvoll zur Sache. Die B-Gruppe testeten Edgar, Tarik und Adrian. Hier war besonders festzustellen, dass die nationalen österreichischen Wertzahlen durch deren Angleichung an die internationale ELO-Wertung im letzten Jahr doch deutlich höher als unsere DWZ sind. Dabei muss man auch lernen, das Niveau der Ranking-Zahlen neu zu bewerten. Diese Umstellung steht in Deutschland ja in den nächsten Tagen auch noch bevor. Und in der C-Gruppe tummelten sich viele "kleine Knirpse" und einige erfahrene U12-Spieler. Mit Jareth, Theresa sowie unseren KiTa-Knirpsen Darian und Daniel waren vier Leipziger am Start. 
Während Luise in der A-Gruppe 7 Runden bei längerer Bedenkzeit zu absolvieren hatte, waren es für alle anderen in der B- und C-Gruppe 9 Runden. Aber die liefen dann doch recht zügig ab. Die Partien wurden ausgewertet, einige Male gesellte sich auch Nico dazu, vor allem wenn es zu Duellen mit den von ihm sportlich betreuten Grazer Nachwuchsspielern kam. 
Sportlich lief es für unsere Spieler durchwachsen bis sehr gut. Vor allem Luise darf mit 4,0/7 im A-Turnier sehr zufrieden sein. Edgar verschlief den Turnierstart, kämpfte sich aber am Ende mit 5,5/9 auf Rang 12 der B-Gruppe. Genau anders erging es Tarik, der erfolgreich startete, im letzten Turnier-Drittel ging ihm aber klar die Puste aus. Platz 19 und 4,5 Punkte lassen sich aber sehen. Für hohe Ansprüche muss er aber deutlich zulegen. Adrian leistete sich in guten Stellungen zu viele Blackouts, die zu "Figureneinstellern" führten. So bleib er bei 3,5 Punkten und Platz 31 hängen, obwohl deutlich mehr drin war. 
In der C-Gruppe glänzte Jareth mit 7,0/9 Punkten als Gesamt-Dritter. Ja, er zählte zu den Favoriten und nicht alle jüngere Gegner waren auf Augenhöhe, doch auch solche Partien muss man erstmal konstant gewinnen. Das machte er prima. Richtig cool unterwegs war unser kommendes Schulkind Darian. Mit 4,0/9 spielte er beachtlich und wurde 23. Theresa spielte eigentlich besser, als das Ergebnis zeigt. Sie ließ aber zu viel stehen und kam so mit 3,5 Punkten auf Rang 30. Der im April gerade 5 Jahre als gewordene Daniel kämpfte sich mehr oder weniger tapfer durch, holte aber auch ein Pünktchen und war happy damit. 
Natülich gab es auch viel Spaß außerhalb des Schachs. So manche Partien gab es nebenher, auch mit und unter den mitgereisten Eltern. Selbst im Restaurant beim Abendessen wurde das Schachspiel ausgepackt. 
Am Abschlusstag gab es nochmal einen kompletten Badetag. Das Wetter hielt stets durch. Die Rückfahrt war dann wieder "DB-gemäß" unpünktlich, da der Anschlusszug ab Prag wieder aufgrund einer Verspätung weg war. So endete unsere Zugfahrt nicht 22:20 Uhr in Leipzig, sondern 23:30 Uhr in Dresden. Dann ging's per Taxi nach Hause, wo wir gegen 1:30 Uhr ankamen. Die Quittung dafür geht mit (un)freundlichen Grüßen an die Deutsche Bahn. 
Das Ganze ließ aber den Spaß am Feriencamp ungetrübt. Luise konnte außerdem so im Taxi in ihren 15. Geburtstag hineinfeiern. Fürs nächste Jahr (13.-20.07.2027) planen wir die sechste Teilnahme zum 10. Jubiläumsturnier in Fürstenfeld.

Endstände des 9. Internationalen Raiffeisen-Jugendturniers in Fürstenfeld

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